Weinwissen – Rebsorten, Anbaugebiete & Weinbegriffe erklärt
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Kohlensäure – natürliche und zugesetzte Kohlensäure im Wein
Kohlensäure beeinflusst Frische, Geschmack und Mundgefühl eines Weins oder Schaumweins. Grundsätzlich wird zwischen natürlicher (endogener) und zugesetzter (exogener) Kohlensäure unterschieden.
Endogene, auch natürliche Kohlensäure genannt, entsteht während der alkoholischen Gärung. Bleibt sie im Wein erhalten oder bildet sich bei einer zweiten Gärung, sorgt sie für eine feine und harmonisch eingebundene Perlage. Ein typisches Beispiel hierfür ist unser Marzemino Vino Frizzante Dolce, dessen Kohlensäure auf natürliche Weise entsteht.
Exogene Kohlensäure wird dem Wein oder weinhaltigen Getränk nachträglich zugesetzt. Dieses Verfahren kommt häufig bei Secco und Perlwein zum Einsatz und sorgt für eine frische, prickelnde Kohlensäure, ohne dass eine zweite Gärung erforderlich ist. Beispiele aus unserem Sortiment sind LO-Secco Perlwein sowie der Goldmuskateller Perlwein.
Die Art der Kohlensäure hat einen spürbaren Einfluss auf das Geschmackserlebnis. Natürlich entstandene Kohlensäure wirkt meist besonders fein, cremig und harmonisch eingebunden, während zugesetzte Kohlensäure eine lebendige, frische und unkomplizierte Stilistik unterstützt. Beide Verfahren haben ihren festen Platz in der Weinwelt und sind je nach Weinstil ausdrücklich erwünscht.