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Weinwissen – Rebsorten, Anbaugebiete & Weinbegriffe erklärt

Barrique – Bedeutung, Ausbau, Aromen & Holzfassreifung einfach erklärt

Was versteht man unter einem Barrique?

Als Barrique bezeichnet man ein kleines Eichenholzfass mit einem Fassungsvermögen von traditionell 225 Litern. Ursprünglich stammt diese Fassgröße aus Frankreich und wird heute weltweit für den Ausbau hochwertiger Weine verwendet. Durch den Kontakt mit dem Holz erhält der Wein zusätzliche Aromen, mehr Struktur und ein größeres Reifepotenzial.

Vor allem kräftige Rotweine profitieren vom Barrique-Ausbau. Aber auch ausgewählte Weißweine gewinnen durch die Lagerung im Holzfass an Komplexität, Cremigkeit und Tiefe.

Welche Aromen entstehen im Barrique?

Während der Reifung gelangen feine Holzbestandteile in den Wein und prägen seinen Charakter. Typische Barrique-Aromen sind Vanille, Röstaromen, Kaffee, Kakao, Karamell, Zedernholz, Gewürznoten und gelegentlich Kokos oder Rauch. Gleichzeitig wird der Sauerstoffaustausch durch die Holzporen gefördert, wodurch sich die Tannine harmonischer entwickeln und der Wein insgesamt weicher wirkt.

Welche Weine werden im Barrique ausgebaut?

Besonders häufig findet man den Barrique-Ausbau bei hochwertigen Rotweinen aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah beziehungsweise Shiraz oder Tempranillo. Aber auch Chardonnay und andere gehaltvolle Weißweine werden häufig im Eichenfass ausgebaut. Entscheidend ist, dass Frucht, Säure und Struktur des Weins mit den Holzaromen harmonieren.

Barrique oder Holzchips?

Ein Barrique-Ausbau benötigt Zeit, hochwertige Fässer und viel Erfahrung. Eine kostengünstigere Alternative stellen Holzchips oder Staves dar, die dem Wein ebenfalls Holzaromen verleihen können. Die Komplexität und die langsame Entwicklung eines echten Fassausbaus werden dadurch jedoch in der Regel nicht vollständig erreicht.

Mehr über Chips & Staves und deren Einsatz in der Weinherstellung erfahren.

Barrique und Speisen

Barriqueweine passen hervorragend zu gegrilltem Fleisch, Wildgerichten, kräftigen Schmorgerichten, gereiftem Käse und würzigen Speisen. Durch ihre intensive Struktur und die feinen Röstaromen begleiten sie gehaltvolle Gerichte besonders harmonisch.

Fazit

Ein Barrique ist weit mehr als nur ein Holzfass. Es beeinflusst den Charakter eines Weins nachhaltig und verleiht ihm zusätzliche Tiefe, Eleganz und Lagerfähigkeit. Richtig eingesetzt entstehen komplexe Weine mit feinen Holznoten, harmonischen Tanninen und einem besonders vielschichtigen Geschmackserlebnis.