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Weinwissen – Rebsorten, Anbaugebiete & Weinbegriffe erklärt

Beerenauslese – edelsüßer Prädikatswein mit großer Tradition

Was ist eine Beerenauslese?

Die Beerenauslese (BA) gehört zu den Prädikatsweinen und zählt zu den edelsten Süßweinen Deutschlands und Österreichs. Sie wird ausschließlich aus einzeln ausgelesenen, überreifen oder von Edelfäule (Botrytis cinerea) befallenen Trauben hergestellt. Das Ergebnis sind außergewöhnlich konzentrierte Weine mit intensiver Süße, komplexen Aromen und einer beeindruckenden Lagerfähigkeit.

Herstellung

Für eine Beerenauslese werden nur besonders reife Beeren verwendet, die von Hand selektiert werden. Die Edelfäule entzieht den Trauben Wasser und konzentriert Zucker, Säure sowie Aromastoffe. Dadurch entstehen Weine mit einer außergewöhnlichen Geschmacksfülle und einem hohen natürlichen Süßegehalt.

Die aufwendige Handlese und die geringe Saftausbeute machen Beerenauslesen zu seltenen Spezialitäten, die nur in geeigneten Jahren erzeugt werden können.

Geschmack

Typisch sind intensive Aromen von Honig, Aprikosen, Pfirsichen, kandierten Zitrusfrüchten, Trockenfrüchten und exotischen Früchten. Eine lebendige Säure sorgt dafür, dass die ausgeprägte Süße niemals schwer wirkt, sondern harmonisch eingebunden ist.

Lagerfähigkeit

Hochwertige Beerenauslesen besitzen ein außergewöhnliches Reifepotenzial und können bei optimaler Lagerung über Jahrzehnte hinweg an Komplexität gewinnen. Mit zunehmendem Alter entwickeln sie häufig zusätzliche Noten von Karamell, Trockenfrüchten, Nüssen und Honig.

Rebsorten und Herkunft

Besonders häufig werden Beerenauslesen aus Riesling, Scheurebe oder Gewürztraminer erzeugt. Zu den bekanntesten Herkunftsregionen zählen die deutschen Anbaugebiete Mosel, Nahe, Rheingau und Rheinhessen sowie das österreichische Burgenland rund um den Neusiedler See.