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Weinwissen – Rebsorten, Anbaugebiete & Weinbegriffe erklärt

Geschmacksrichtungen bei Sekt und Perlwein – Von Brut Nature bis Mild

Welche Geschmacksrichtungen gibt es bei Sekt?

Die Geschmacksrichtung eines Sekts wird durch seinen Restzuckergehalt bestimmt und beschreibt, wie trocken oder süß der Schaumwein schmeckt. Die gesetzlichen Bezeichnungen reichen von Brut Nature über Extra Brut, Brut, Extra Trocken und Trocken bis hin zu Halbtrocken und Mild.

Interessant ist dabei die Bezeichnung „Trocken“: Ein trockener Sekt darf deutlich mehr Restzucker enthalten als ein stiller Wein mit der Geschmacksangabe „trocken“. Deshalb kann ein als „trocken“ bezeichneter Sekt durchaus fruchtiger und weicher schmecken, als man es von einem trockenen Wein erwarten würde.

Welche Restzuckergehalte gelten für Sekt?

Für Schaumwein, zu dem auch Sekt gehört, sind sieben Geschmacksangaben vorgesehen. Maßgeblich ist der Restzuckergehalt des fertigen Produkts:

  • Brut Nature (Naturherb): weniger als 3 g/l
  • Extra Brut (Extra Herb): 0 bis 6 g/l
  • Brut (Herb): weniger als 12 g/l
  • Extra Trocken: 12 bis 17 g/l
  • Trocken: 17 bis 32 g/l
  • Halbtrocken: 32 bis 50 g/l
  • Mild: mehr als 50 g/l

Die Grenzen überschneiden sich teilweise. Ein Restzuckergehalt von beispielsweise 5 g/l würde sowohl die Voraussetzungen für „Extra Brut“ als auch für „Brut“ erfüllen. Auf dem Etikett darf jedoch nur eine dieser Geschmacksangaben verwendet werden.

Warum darf der angegebene Restzuckergehalt abweichen?

Der Gesetzgeber berücksichtigt, dass der Restzuckergehalt eines Weines nicht mit einer Genauigkeit von einem Gramm pro Liter angegeben werden muss. Bei Schaumwein darf der tatsächliche Zuckergehalt deshalb um höchstens 3 g/l von dem auf dem Etikett angegebenen Wert abweichen.

Gilt diese Einteilung auch für Perlwein?

Nein. Die sieben Geschmacksangaben von Brut Nature bis Mild gelten für Schaumwein, nicht für Perlwein. Für Perlwein und Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure gelten in Deutschland eigene Regelungen. Hier dürfen die Geschmacksangaben „trocken“, „halbtrocken“ und „mild“ verwendet werden.